Die Devise von Genf – "Post tenebras Lux" (nach der Finsternis das Licht) kommt beim Festival "Geneva Lux" voll zum Tragen, das in der dunklen Jahreszeit mithilfe von Lichtkunstwerken die Strassen und bestimmte Gebäude zur Geltung bringt.

Anlässlich der vierten Ausgabe des Festivals wird Genf von 22 künstlerischen Kreationen erleuchtet. Bewohner wie Besucher können die Stadt aus einem neuen Blickwinkel wahrnehmen.

Das monumentale Werk, das die Fassade von Mirabaud erleuchtet, trägt den Titel "How High You Can Count" und wurde von der Freiburger Künstlerin Emilie Ding entworfen. Die Leuchtstoffröhren der Installation stellen eine abstrakte Hommage an die Komponistin Pauline Oliveros dar, Begründerin des Konzepts Deep Listening. Sie versucht, das Vernommene vom Gehörten zu unterscheiden - zwei Arten, dieselbe akustische Information zu verarbeiten.

Die sechs rhythmischen Formen zwischen den Fenstern des Gebäudes sind einem Protokoll entlehnt, das wie ein Code den Geburts- und Todestag der tragenden Figur der amerikanischen Avantgarde-Musik in das Format TT/MM/JJJ übersetzt.

"Geneva Lux" - Lichtfestival bis zum 14. Januar 2018.

www.ville-ge.ch/genevaluxfestival/

Galerie

Geneva Lux 2017

Porträt

Emilie Ding

Emilie Ding wurde 1981 in Freiburg geboren. Sie lebt und arbeitet in Genf und Berlin. Emilie Ding besitzt einen Abschluss der Genfer Haute école d’art et de design (HEAD) und hat in zahlreichen Museen für zeitgenössische Kunst im In- und Ausland, etwa im Musée d'art moderne et contemporain in Genf, im Aargauer Kunsthaus, im Centre d’art contemporain in Genf und im Palais de Tokyo in Paris, ausgestellt.