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Finanzanlagen für den Frieden – Interpeace und Mirabaud feiern ihre zehnjährige Partnerschaft während der Building-Bridges-Konferenz

Genf, 29. November 2021 – Im Jahr 2011 sind Interpeace – eine internationale Organisation für Friedensförderung – und Mirabaud eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Während derzeit eine beispiellose globale Umweltbewegung die Welt der nachhaltigen Anlagen prägt, spielen Friedensbemühungen eine nicht weniger wichtige Rolle. Denn Frieden gehört zu den wichtigsten Faktoren, damit eine nachhaltige Entwicklung und dadurch auch mehr Stabilität, Wachstum und Wohlstand in einem Land überhaupt möglich sind. Ohne Frieden kein Wirtschaftswachstum und ohne ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum kein dauerhafter Frieden.

Die Zahl der Konfliktherde nimmt zu. Um die 57 Länder sind heute betroffen und gelten als fragil. 1,8 Milliarden Menschen bzw. 85% der ärmsten Bevölkerung der Welt leben 2021 in solchen Gebieten (2,3 Milliarden dürften es bis 2030 sein). Fast ein Drittel der Menschen auf unserem Planeten sind mit Konfliktsituationen und entsprechend mit Armut und wirtschaftlicher Not konfrontiert.

„Allzu oft verunmöglichen die unsicheren Zustände und wiederkehrende Konflikte einen nachhaltigen Entwicklungsfortschritt in diesen Ländern – schlimmer noch, sie schrecken von Investitionen ab“, erklärt Scott Weber, Präsident von Interpeace. „Folglich ist es wichtig, die Friedensförderung (Ziel 16 für nachhaltige Entwicklung) und private Investitionen enger zu verknüpfen.“

Deshalb legten Mirabaud und Interpeace im Rahmen ihrer seit zehn Jahren bestehenden, innovativen Partnerschaft einen Fonds auf, der in Schwellenländer investiert und einen Teil der Gebühren an Interpeace ausschüttet. Lionel Aeschlimann, geschäftsführender Gesellschafter der Mirabaud Gruppe und CEO von Mirabaud Asset Management: „Diese Länder haben ein grosses potenzielles Wachstum, das aber durch wiederkehrende Konflikte gebremst oder sogar verhindert wird. Für uns lag es auf der Hand, dass wir eine Partnerschaft mit einer Organisation wie Interpeace eingehen wollten, die Friedensprozesse in den betroffenen Ländern unterstützt und damit die Grundlage für dauerhaften Frieden und Stabilität schafft.“

„Diese strategische Unterstützung durch Mirabaud und ihre Kunden hat es uns ermöglicht, in prekären Situationen gezielt und falls nötig schnell zu reagieren“, ergänzt Scott Weber.

Mirabaud ermöglicht seinen Kunden über einen Anteil-Fonds, einen Teil der erwirtschafteten Gewinne an Interpeace weiterzuleiten, während der Vermögensverwalter einen Teil seiner Verwaltungsgebühren weitergibt.

„Wir sind stolz, dass wir Interpeace bereits seit zehn Jahren unterstützen können. Diese Partnerschaft ermöglicht es, unsere Kunden und die Mirabaud-Gruppe in einem gemeinsamen Ansatz zu vereinen“, fügt Lionel Aeschlimann hinzu. „Die langfristige Unterstützung ist bei Friedensprozessen von grundlegender Bedeutung.“

„Diese Fondsstruktur, die Performance und Nachhaltigkeit miteinander verbindet, ermöglicht Anlegern, die dieses Ziel erreichen wollen, einen leichten Zugang zu Friedensprozessen“, so das Fazit von Lionel Aeschlimann. „Gerade in Genf, einem Ort der Finanzexpertise und der internationalen Zusammenarbeit, kann so etwas ermöglicht werden.“

Wie gut die Symbiose zwischen dem Finanz- und dem Nachhaltigkeitsbereich bereits funktioniert, zeigt die Konferenz Building Bridges, die vom 29. November bis zum 2. Dezember 2021 in Genf stattfindet. „Mirabaud hat vor zehn Jahren angefangen, auf diese Vision hinzuarbeiten. Heute sehen wir, dass es dem Finanzsektor gelingt, Friedensbemühungen zu unterstützen, und wir freuen uns, auf diesem Erfolg aufzubauen“, so Scott Weber. Interpeace wird am 1. Dezember bei einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Building-Bridges-Konferenz die Eckpunkte der Initiative „Finance for Peace“ vorstellen. Auch dieses Projekt hat zum Ziel, Experten aus der Finanzwelt und Experten für nachhaltige Entwicklung und Friedensförderung näher zusammenzubringen. Eine Plattform, die die Zusammenarbeit, die Planung von Aktivitäten und Forschung erleichtert, soll letztlich die Entwicklung neuer friedensfördernder Finanzprodukte ermöglichen und damit einen Beitrag zu einem echten globalen Markt für Anlagen zugunsten des Friedens leisten.

Interpeace wurde 1994 von den Vereinten Nationen gegründet und ist eine internationale Organisation für Friedensförderung mit Sitz in Genf. Sie unterstützt in betroffenen Ländern Friedensprozesse in mehr als 20 Konfliktsituationen und unterstützt die internationale Gemeinschaft und insbesondere die Vereinten Nationen dabei, ihre Interventionsstrategien in Krisengebieten auszubauen.

Sie hilft den Gemeinschaften, ihre Konflikte selbst zu lösen, um den Frieden dauerhaft zu sichern – ohne dass diesen Ländern Lösungen von aussen aufgezwungen werden müssen.