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MIRABAUD SECURITIES FÜHRT INNOVATIVE AKTIEN-SCREENING- UND -RESEARCH-APPLIKATION EIN

London, 15. November 2017 - Mirabaud Securities, die Brokerage-Sparte der Mirabaud-Gruppe, lanciert Mirabaud Compass. Das innovative neue Tool erschliesst Fondsmanagern exklusive Research-Erkenntnisse und vermittelt vertiefte Einblicke in die Aktienmärkte.

Mirabaud Compass erlaubt es Fondsmanagern durch die Bereitstellung klarer und intuitiver Analysen über ein leicht zugängliches Online-Portal einzelne Aktien, Portfolios oder ganze Indizes im Auge zu behalten. Dies unterstützt sie bei der Entscheidungsfindung in der Vermögensallokation und optimiert letztlich das Renditepotenzial von Anlageportfolios. Dank des Zugangs zu einem Universum von rund 12 000 Unternehmen weltweit beurteilt Mirabaud Compass Aktien auf der Basis der laufenden Analyse von Momentum (durch relative Ertragsrevision), Value und Qualität, um sowohl kurz- als auch langfristige Trends und das entsprechende Renditepotenzial zu identifizieren.

Zudem gewährt das Tool Fondsmanagern und Buy-Side-Analysten Zugang zur "10-Punkte-Checkliste" sowie zu einer umfassenden Untersuchung einzelner Aktien. Letztere soll möglichst viele Informationen zu einzelnen Titeln in komprimierter Form liefern, einschliesslich der Analyse von langfristigen Wertentwicklungstrends, Cashflow und Kapitalallokation. Benutzer können zudem die Profile der "besten" und "schlechtesten" Aktien und Zusammenfassungen von Anlagebücher heraussuchen.

Mit Blick auf die Einführung von Mirabaud Compass erklärt Daniel White, Head of Strategy bei Mirabaud Securities: "In diesem einmaligen Umfeld, das durch die tiefsten Zinsen seit Jahrhunderten, Herausforderungen beim Wirtschaftswachstum und Änderungen des geldpolitischen Kurses geprägt ist, ist es ausgesprochen schwierig, jene Vermögenswerte zu auszuloten, die eine Investition wert sind. Dank seiner umfassenden, ausführlichen und leicht zugänglichen Analyse ist Mirabaud Compass in der Lage, Fondsmanager dabei zu unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese können zusätzliche Anlagerenditen generieren."

Anleger zahlen trotz Stagnation steigende Aufschläge

Neben der granularen Analyse von Aktienanlagen ist Mirabaud Compass in der Lage, thematische Konzepte zu beurteilen. Das Tool ermittelt somit die Performance verschiedener Marktsegmente und erleichtert die Entscheidungsfindung bei Anlagen. In jüngster Zeit hat das Strategieteam von Mirabaud Compass-Daten benutzt, um eine ausführliche Untersuchung des Stoxx 600 durchzuführen. Dadurch sollten die Auswirkungen der Finanzkrise im Verlauf des letzten Jahrzehnts beurteilt und die daraus resultierenden Trends beim Kapitaleinsatz und bei der Wertschöpfung innerhalb einzelner Sektoren kalkuliert werden. Das Ergebnis sah wie folgt aus:

  • Insgesamt stagnierte das Niveau des von den Unternehmen eingesetzten Kapitals, was auch für die Renditen gilt.
  • Viele Sektoren generieren keinen Wert. Doch ist eine zunehmende Bereitschaft bei den Anlegern zu beobachten, Zukunftsprämien zu zahlen. Dies wiederum könnte die Bildung von "Blasen" begünstigen.
  • Die Performance konstanter defensiver Aktien (von Unternehmen, die ihre Kapitalkosten senken und ihren Cashflow für Investitionen nutzen können) hat nichts mit der Verbesserung von Wachstum, Margen oder Renditen zu tun. Sie  ist vielmehr das Ergebnis des Zinstiefs. Dieser Trend ist besonders gut bei Nahrungsmittelproduktions-, Tabak- und Pharmaaktien zu beobachten.
  • Eine Reihe zyklischer Sektoren - beispielsweise Autoteile, Forstwirtschaft und Papier - weisen robuste Anzeichen für eine gesunde Entwicklung auf. Sie haben die durch die Finanzkrise entstandenen Chancen genutzt, um sich zu restrukturieren. Aktien aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt- sowie Wehrtechnik wie auch der Elektronik- und Elektrosektor deuten auf sich verbessernde Renditen hin.
  • Schliesslich blieben nur zwei Sektoren - produktionsunterstützende Dienstleistungen, Software und Dienstleistungen - vollkommen unbeeindruckt von den Nachwehen der Finanzkrise.

Daniel White ergänzt: "Unsere auf Value Layers basierende Analyse ergibt eindeutig, dass die Auswirkungen der Finanzkrise auch nach einem Jahrzehnt immer noch spürbar sind, wobei unter anderem der schwache Kapitaleinsatz für enttäuschende Renditen sorgt. Dennoch zahlen die Anleger in Erwartung künftiger Renditen weiterhin höhere Aufschläge denn je. Dies ist in gewisser Weise widersinnig, zumal nur wenig für eine plötzliche Verbesserung der Fähigkeit der Unternehmen spricht, ihre Wertschöpfung zu steigern."