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Luxemburg: Ein Tor zu Europa für Mirabaud

Das 2 600 Quadratkilometer grosse grüne Territorium, das von Frankreich, Deutschland und Belgien umschlossen ist, gehört zu den wichtigsten Standor-ten der Finanzwelt.

Rund 46% des im Grossherzogtum produzierten Reichtums stammen aus dem Finanzsektor. Zwei Marktsegmente sind dabei besonders hoch entwickelt: das Privatbankgeschäft und die Vermögensverwaltung. Die beiden Bereiche tragen direkt zum hohen Lebensstandard der etwa 560 000 Luxemburger bei: 2014 belief sich das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf USD 111 716. Diese vorteilhafte Lage schlug sich im September 2015 in herausragenden Konjunkturindikatoren nieder: Arbeitslosenquote von 6,7%, Jahreswachstum von 3,2% oder Inflationsrate auf Jahresbasis von 0,5%.

Daher war es naheliegend, dass Mirabaud nach Luxemburg expandierte, zunächst 2011 für das Fondsmanagement und dann 2014 mit der Gründung der Bank Mirabaud & Cie (Europe) SA für die Vermögensverwaltung für Privatkunden.

Die Gründe für unsere Präsenz sind vielfältig. Vor allem aber bietet Luxemburg den europäischen Pass.

Raphaël Spahr, Generaldirektor von Mirabaud & Cie (Europe) SA

«Die Gründe für unsere Präsenz sind vielfältig», erklärt Raphaël Spahr, Generaldirektor von Mirabaud & Cie (Europe) SA. «Man findet hier Mitarbeiter mit hoher Kompetenz in allen Finanzbereichen. Das Land steht für wirtschaftliche und fiskalische Stabilität, was unsere Kunden besonders schätzen. Vor allem aber bietet Luxemburg den europäischen Pass.»

So konnte Mirabaud dank ihres Standorts Luxemburg ihre Niederlassungen in Frankreich und Spanien in Bankfilialen von Mirabaud & Cie (Europe) SA transformieren. Damit wurde das Unternehmen zu einer echten strategischen Plattform, die den Zugang zu den 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union erleichtert.

Die Bedeutung des Grossherzogtums als wichtiger Finanzplatz für Privatbanken spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass die Luxemburger Bankenvereinigung 144 Mitglieder zählt. Davon stammen 28 aus Deutschland, 15 aus der Schweiz und 12 aus China. Diese Institute verwalten ein Gesamtvermögen von etwa EUR 1 615 Mrd.

Mirabaud entwickelt in Luxemburg ein Geschäftsmodell, das seiner Schweizer DNA treu bleibt. «Anders als die meisten Privatbanken, die ihre Prozesse zu ‹automatisieren› versuchen, wollen wir wie bisher für unsere Kunden massgeschneiderte Dienstleistungen erbringen», unterstreicht Raphaël Spahr. «Unsere Vermögensverwalter bieten nicht nur Finanzdienstleistungen mit hohem Mehrwert, sondern pflegen vor Ort persönliche und vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Kunden.»

Die Unabhängigkeit von Mirabaud und die Tatsache, dass die Bank keinen Eigenhandel betreibt, sind Merkmale, die im Vermögensverwaltungsgeschäft gesucht und geschätzt werden. Raphaël Spahr: «Dadurch vermeiden wir Interessenkonflikte. Unser Risikoansatz ist asymmetrisch. Wir bieten eine Vermögensverwaltung, die bei steigenden Finanzmärkten Performance mit Diversifikation und Liquidität verbindet. Dadurch kann das Vermögen unserer Kunden in schwierigen Phasen besser geschützt werden.» 

Wir profitieren vom Label ‹UCITS Luxembourg›, dem Standard für den grenzüberschreitenden Vertrieb von europäischen Fonds.

Im Bereich Asset Management belegt Luxemburg weltweit den zweiten Platz hinter den Vereinigten Staaten. Der Erfolg luxemburgischer Fonds spricht seit 20 Jahren für sich. Die grossen globalen Vermögensverwalter lassen mittlerweile ihre Produkte in Luxemburg registrieren, um sie dann überall in Europa zu vertreiben. Im Juni 2015 beliefen sich die verwalteten Vermögen auf mehr als EUR 3 528 Mrd. In diesem günstigen Umfeld konnte sich Mirabaud Asset Management, die Vermögensverwaltungssparte von Mirabaud, gut entwickeln.

«Wir profitieren vom Label ‹UCITS Luxembourg›, dem Standard für den grenzüberschreitenden Vertrieb von europäischen Fonds», erklärt Raphaël Spahr. Im Mittelpunkt der langfristigen Anlagephilosophie von Mirabaud Asset Management steht die Generierung von Performance.

«Die Portfolios der Experten von Mirabaud Asset Management spiegeln deren Leidenschaft und Überzeugungen wider, welche die Säulen unserer aktiven Anlagephilosophie sind», fügt Raphaël Spahr hinzu. Im Rahmen ihrer Strategie bietet die Gruppe eine flexible Verwaltung aller Anlageklassen. «Reaktionsschnelligkeit und Flexibilität bei taktischen Entscheidungen ergeben Kapitalzuwachs und Kapitalschutz in Baisse-Märkten», betont Raphaël Spahr. Sein Fazit: «Dank seiner Mehrsprachigkeit ist Luxemburg der attraktivste europäische Finanzplatz. Er profitiert ganz besonders vom anhaltenden Trend zum grenzüberschreitenden Fondsvertrieb.»