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    Wie steigende Zinsen und KI die Märkte verändern

    In einem am 28. Mai 2026 in der «Finanz und Wirtschaft» veröffentlichten Interview spricht der Journalist Philippe Béguelin mit Valentin Bissat, Chefökonom und Senior-Stratege bei Mirabaud Asset Management, über die Auswirkungen auf die Anlagepolitik in einem Marktumfeld, das von steigenden Zinsen, finanzpolitischem Druck und dem sich beschleunigenden Investitionszyklus im Bereich der künstlichen Intelligenz geprägt ist.

    Valentin Bissat

    Valentin Bissat

    Chief Economist and Senior Strategist

    09. Juni 2026
    Wie steigende Zinsen und KI die Märkte verändern

    Valentin Bissat skizziert ein makroökonomisches Umfeld, das durch strukturell höhere Zinsen, eine steiler werdende Zinskurve und anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Inflationsdynamik geprägt ist. Während die kurzfristigen Zinsen weitgehend von den Inflationserwartungen bestimmt werden, werden die langfristigen Renditen zunehmend von fiskalischen Risiken und steigenden Laufzeitprämien beeinflusst, insbesondere in den USA.

    Vor diesem Hintergrund betont er eine vorsichtige Haltung in Bezug auf die Duration, mit einer Untergewichtung bei Staatsanleihen aus Industrieländern und einer klaren Präferenz für kürzere Laufzeiten in den Portfolios. Ziel ist es, die Sensitivität gegenüber weiteren Zinserhöhungen zu mindern, die weiterhin auf den Anleihebewertungen lasten.

    Bei Aktien bleibt die Positionierung selektiv. Der KI-Investitionszyklus bietet weiterhin starke Unterstützung für den Technologie- und Halbleitersektor, angetrieben durch eine robuste Gewinnentwicklung und strukturelle Nachfrage im Zusammenhang mit der Dateninfrastruktur. Die breiteren Aktienmärkte erscheinen jedoch anfälliger, was zu einer moderaten Untergewichtung insgesamt und dem Einsatz von Absicherungsstrategien führt, einschliesslich Put-Optionen, die einen erheblichen Teil des Engagements abdecken.

    Gold bleibt eine wichtige langfristige Überzeugung, gestützt durch anhaltende Nachfrage seitens der Zentralbanken und strukturelle Verschiebungen bei der Reserveallokation, trotz kurzfristiger Gegenwinde durch steigende Realzinsen und einen stärkeren US-Dollar.

    Schliesslich unterstreicht das Interview einen disziplinierten Ansatz bei der Portfoliokonstruktion in einem Umfeld, das von der Spannung zwischen Stagflationsrisiken und reflationären Kräften geprägt ist, wobei Diversifizierung und Risikomanagement zentrale Säulen der Anlagestrategie bleiben.

    Das vollständige Interview ist auf Finanz und Wirtschaft verfügbar und nur für Abonnenten zugänglich.

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